Unbekannte treiben seit dem frühen Donnerstagmorgen ihr Unwesen am Flughafen Gatwick in Großbritannien und lassen dort immer wieder Drohnen steigen, die den Flugverkehr massiv behindern.

Der zweitgrößte Flughafen Englands steht seit etwa 4 Uhr morgens still, nichts geht mehr - der Flugverkehr ist bis mindestens Freitagmorgen um 6 Uhr eingestellt und mehr als 115.000 Reisende sind betroffen, wie die europäische Flugsicherungsagentur Eurocontrol mitteilt. Die Behörden sollen das Nachtflugverbot für einige Flughäfen aufgehoben haben, damit Flüge umgeleitet werden können.

Medienberichten zufolge soll die Polizei in der Region beim Verteidigungsministerium bereits um Unterstützung durch das Militär gebeten haben. Ein Sprecher des Ministeriums spricht von “bewaffneten Kräften” und “Scharfschützen”, um “mit den Drohnen am Gatwick Airport umzugehen” - was hiermit gemeint ist, sollte klar sein.

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Die unbekannten Drohnen-Piloten sind bisher nicht lokalisiert worden. Drohnen werden immer größer, können dementsprechend lange in der Luft bleiben. Gatwick-CEO Chris Woodroofe beschreibt die Drohnen als “professionell” - es handle sich um einen “gezielten Versuch”, den Flugverkehr zu unterbrechen. Der Versuch ist scheinbar geglückt.

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Bereits in der Vergangenheit ist der Flugverkehr mehrfach durch Drohnen behindert worden. Laut der Deutschen Flugsicherung (DFS) wurden in der Bundesrepublik bis einschließlich November diesen Jahres 152 Behinderungen gemeldet, bei denen Verkehrsflieger durch Drohnen gefährdet worden sind - 2017 waren es lediglich 88 Fälle.